FFFN Reviews: The Returned

Der Frühling naht und es ist somit Zeit, um rauszugehen, an den Blumen zu riechen oder ein ganzes Wochenende im Kino zu verbringen.

Die Fantasy Filmfest Nights sind ein kleiner Vorgeschmack auf das Fantasy Filmfest im September (das uns für 12 ganze Tage angekündigt wurde, ich bin gespannt). Zwei Tage lang gibt es die übliche Mischung aus “fear good movies”, die sich größtenteils aus Horrorfilmen und Thrillern und Dramen zusammensetzen, gespickt mit den ein oder anderen Genren-Ausflügen.

Meine FFF-Nights begannen am Samstag mit THE RETURNED von Marco Carballo, der die Gruselzene 2010 mit EXORCISMUS betrat.

“Those people are timebombs!”

 

Die meisten Zombiefilme beschäftigen sich entweder mit dem Ausbruch der Epidemie oder dem Überleben im postapokalyptischen Wasteland. Die Welt in THE RETURNED hat sich wieder berappelt und alles läuft seinen normalen Gang, denn das Virus konnte kontrolliert werden. Wer einen Biss und die Behandlung überlebt, wird zum “Returned”. Ab jetzt hält die tägliche Injektion mit einem Protein das Virus hinter Schloss und Riegel und man kann normal weiterleben.

Wären da nicht die üblichen Vorurteile und Panikmache in der Bevölkerung wie man sie von realen Krankheiten wie beispielsweise HIV kennt. Da wundert es nicht, dass Gitarrist Alex (gespielt von Kris Holden-Ried, den mancher aus “The Tudors” kennt) seinen Status als “Returned” lieber geheim hält. Nur seine Partnerin Kate (Emily Hampshire) weiß davon. Ihre traumatischen Erfahrungen während der Zombieapokalypse verarbeitet sie, indem sie als Ärztin den “Returned” hilft und Aufklärungsarbeit leistet. Zunächst ist es nur ein Gerücht, dann bittere Realität: das Gegenmittel wird knapp. Nun heißt es, in einer Welt, die sich zunehmend gegen die “Returned” wendet, Alex’ Überleben zu sichern und dabei zu entscheiden: welches Leben ist lebenswerter?

Das Zombie-Genre kann man derzeit leider durchaus als ausgetreten bezeichnen. Frische Pfade, die filmisch zu entdecken sind, gibt es kaum noch mehr. Um so überraschter war ich von diesem Ansatz einer postapokalyptischen Settings, der sehr vielversprechend klang. Leider konnte der Film meine Erwartungen nicht erfüllen.

Sehr viele Ansätze für eine  Geschichte wurden entweder nur kurz angerissen oder ganz beiseite gelassen. So sieht die Welt zehn Jahre nach dem Ausbruch eigentlich genauso aus, wie heute (nur etwas blaulastiger) und das, obwohl laut der Aussage des Films die Population noch mehr als von der Pest dezimiert wurde. Das Protagonistenpärchen wurde darauf ausgelegt, das Publikum zu Tränen zu rühren, aber nach ein paar äußert konstruierten Situationen, die mir sehr inkonsistent zu den vorherigen Handlungen der Charaktere erschienen, war ich von ihnen mehr genervt als gerührt. Das lag auch an dem Schauspielstil von Hampshire, den ich nicht besonders mochte.

Das Ende beinhaltet einen Plottwist, der schocken soll, doch ich habe ihn an anderer Stelle sehr viel effektiver gesehen und gelesen und daher verpuffte die Wirkung bei mir leider. Zudem übertrieb es die Kamera dann doch arg mit dem Einsatz von Tiefenschärfe, die als angenehmer visueller Effekt anfing und irgendwann nur noch zu schmerzenden Augen führte.

Fazit: Ein mittelmäßiger Film für einen gemütlichen Regenabend daheim, aber kein Must-have in der Zombiekollektion.

6/10 grüne Glasphiolen

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