Alltagstechnik in Wimmelbüchern

Seit heute schreibe ich beim Techniktagebuch mit, ein Umstand, der mich sehr freut.

Das Techniktagebuch sammelt interessante Begegnungen mit der Alltagstechnik, früher sowie heute (was ja dann irgendwann einmal früher ist). Und sucht immer GastautorInnen, also schaut es euch einmal an.

Zuletzt schrieb ich dort über ein Literaturgenre, um das mal als halbwegs involviertes Elternteil nicht herumkommt: Das Wimmelbuch. Zuerst veröffentlicht hier im Techniktagebuch.

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Mein letzter Beitrag inspirierte mich dazu, bei der abendlichen Lesestunde nach Alltagstechnik in den Lieblingswimmelbüchern meines Kindes Ausschau zu halten. Dank bibliophiler Großeltern haben wir auch noch ein gut erhaltenes Wimmelbuch aus meiner eigenen Kindheit im Repertoire.

Die teilweise auftretende Unschärfe entschuldige ich mit meiner Handykamera und der recht geringen Größe mancher Zeichnungen.

Das erste Buch entstand im Jahr 1968, “Rundherum in meiner Stadt” von Ali Mitgutsch – das erste deutsche Wimmelbuch überhaupt, wie mir das Internet verrät. Es wird heute immer noch aufgelegt.

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In Ali Mitgutschs Stadt verkauft ein Mann Zeitungen auf der Straße. Ich verbinde solche Bilder immer mit den Rufen “Extrablatt, Extrablatt!” obwohl in meiner Kindheit so etwas schon längst passé war.

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Im Freibad liest man die gekaufte Zeitung und jeder hat sein Transistorradio dabei. Meinem Kind werde ich wohl erklären müssen, was das ist.

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Modelfotografie anno 1968, mit Tuch über dem Fotografen.

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Im Haus nebenan läuft der Fernseher – bedient über Knöpfe am Bildschirm. Oben wird ein Diktat per Schreibmaschine aufgenommen.

Das nächste Buch ist ein Flohmarktfund. Es entstand 2006 und heißt “So viele große und kleine Fahrzeuge”, geschrieben von Patricia Mennen, illustriert von Stephan Baumann.

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Reporter mit Kameras und Kamerataschen bei einem Polizeieinsatz. Nur wenige Jahre vor der Geburt des Kindes änderten sich auch die Farben der Polizeifahrzeuge in unserem Bundesland zu blau-silber. Nachschauen kann man den Wechsel der Farben übrigens hier.

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Leider sind auch neun Jahre nach Erscheinen dieses Wimmelbuchs längst nicht alle U-Bahn-Aufgänge so schön technisiert. Im Hintergrund einige kontemporäre Automarken. Jemand bringt einen Brief zur Post, jemand anderes liest ein Buch.

2011 entstand das “Winter-Wimmelbuch”, das erste aus einer Reihe von Rotraud Susanne Berner, die immer die gleiche Stadt in den verschiedenen Jahreszeiten zeigt.

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Alltagstechnikfrust. Man beachte den Touchscreen und das PIN-Eingabe-Pad. (Der arme Mann hat übrigens auch im Frühling wieder Stress mit dem Automaten.)

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Vor der Rolltreppe steht ein Mann und telefoniert mit seinem Handy. Im Hintergrund steht ein ICE. Einen Pressekiosk gibt es übrigens in allen drei Wimmelbüchern zu sehen.

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Unten wird beim Frühstück die Zeitung gelesen, oben steht der Laptop (mit Maus) auf dem Tisch. Bei Mitgutsch hörte man im Mietshaus noch Musik über ein Grammophon, hier steht eine kompakte Anlage im Regal.

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