Fantasy Filmfest 2016: The girl with all the gifts (9/10)

fantsa

“I just want to live. Everyone wants that.”

Am liebsten sehe ich ja Filme ohne etwas über sie zu wissen. Bei THE GIRL WITH ALL THE GIFTS hatte ich lediglich Alex’ Kurzrezension gelesen, die so gut wie ohne Inhaltsbeschreibung auskam. Euch will ich diese Erfahrung nicht nehmen und ihr habt daher jetzt die Chance, allein auf eine Empfehlung hin, diesen großartigen Film anzusehen. Wer trotzdem weiterlesen möchte, kann weiterklicken. Mehr als im Trailer werde ich allerdings nicht verraten.

 

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Na gut, ihr wollt es wohl nicht anders!

Kaum eine neuere Horror-Adaption wagt es, das Z-Wort überhaupt noch zu nennen. Auch in THE GIRL WITH ALL THE GIFTS fällt es nicht einmal, es sind  “Hungries”, die als willenlose Kannibalen durch die verfallenen Stadtruinen von Großbritannien streifen. Infiziert wurden sie, ähnlich wie im Spiel THE LAST OF US, in dieser Variante durch einen Pilz. Auch vom Grundkonzept her erfindet THE GIRL WITH ALL THE GIFT den Zombiefilm (jetzt habe ich es doch gesagt) nicht neu: ein Grüppchen Leute, durch Zufall zusammengewürfelt, versucht sich durch die dystopische Landschaft zu schlagen und am Leben zu bleiben. Was dem Film seinen Reiz verleiht ist die Titelfigur Melanie. Sie gehört zu einer Gruppe Kinder, die nur bei Geruch von lebenden Menschen zu “Hungries” werden. Ansonsten, so scheint es zumindest, ist sie ein ganz normales kleines Mädchen, das sich Geschichten ausdenkt und seine Lehrerin Miss Justineau (GEMMA ARTERTON) anhimmelt.  Die Forscherin Dr. Caldwell (GLENN CLOSE, grandios wie üblich) glaubt außerdem, dass sie der Schlüssel zu einem Impfstoff in sich trägt. THE GIRL WITH ALL THE GIFTS stellt die Frage nach der Definition von Leben auf eine sehr nüchterne und unkitschige Art. Über die Details der Infektion sollte man nicht allzu lange nachdenken, dennoch lassen es einen die plastischen Charaktere verzeihen, insbesondere die herausragende schauspielerische Leistung der zwölfjährigen SENNIA NANUA. Der überzeugend dargestellte urbane Verfall und die fast zen-artig verrottenden Pilzzombies sorgen für eine stimmige Kulisse. Dazu einige sehr spannende und tatsächlich auch komische Szenen – einen besseren Einstieg in das Fantasy Filmfest 2016 hätte ich mir nicht wünschen können. Beim Ende konnte ich mich nicht ganz entscheiden, ob es eher ein Moodkiller oder doch das Sahnehäubchen war, daher einen Punkt Abzug.

9/10 Sporen

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