Fantasy Filmfest 2016: Cell (4/10)

It’s the start of a war.

STEPHEN KING und ich – it’s complicated. Viele seiner Kurzgeschichten, Romane und die Filme, die daraus hervorgingen, liegen mir immer noch sehr nah am Herzen. THE DARK TOWER, auf dessen Serienadaption ich mich sehr freue, STAND BY ME, SHAWSHANK REDEMPTION, um nur ein paar zu nennen. Aber was Stephen King einfach nicht kann ist einen Schlussstrich zu ziehen. Die Enden von vielen seiner Geschichten haben mich im besten Fall nicht überzeugt, im schlimmsten Fall verärgert. Die Kunst, dann aufzuhören, wenn es am schönsten ist, beherrscht er leider auch bei seinem Lebenswerk nicht, die neueren Bücher habe ich größtenteils gar nicht erst angefangen. Bei CELL wird dies nach dem höchstens mittelmäßigen Film sicher nicht anders werden. Denn wenn ich mir das Krückstockgefuchtel eines alternden Mannes antun will, dann brauche ich dafür neben einer verschwendeten Kinokarte nicht auch noch ein Buch zu kaufen.

Dabei hat der Film sogar recht viel Potenzial: die Menschheit wird durch ein Signal aus ihren Mobiltelefonen zu Zombies, die ein seltsames und sehr verstörendes Schwarmverhalten an den Tag legen. Ich hatte schon befürchtet, dass mich diese “Smartphones sind der Teufel!!1!”-Narrative eher nervt als unterhält. Aber dass es so grottenlangweilig wird, hatte ich nicht erwartet. CELL ist nicht mal Trash, er ist einfach nur zum Schnarchen. Die Story ist bekannt aus jedem zweiten  Zombiefilm. Er endet mit einem Showdown, der keiner ist – das bin ich von King ja schon gewohnt, aber wir bekommen nicht mal eine Erklärung.. Der zentrale Bösewicht ist böse, weil er halt böse ist. Ende. Der Name “Flak” dürfte Kennern von Stephen Kings Universum zwar etwas sagen, aber das reicht längst nicht aus, um einen ganzen Film zu tragen.

Übrigens trägt Flak/Flagg in dieser Inkarnation Hoodie, Kopfhörer und lange Haare. Wie schon bei SCARE CAMPAIGN ist die Jugend mit ihren Smartphones die Wurzel des Üblen. Ich wiederhole mich ungern, aber: Geht’s noch, Leute?! Einen Mitleidspunkt gibt es für den Einsatz des”Trolololo”-Lieds (eine versteckte Botschaft des Regisseurs? Nach dem Motto “Selbst schuld, dass ihr Geld dafür ausgegeben habt?”). Und für die paar guten Szenen von JOHN CUSACK, SAMUEL L. JACKSON und ISABELLE FUHRMANN, die seit ORPHAN ganz schön erwachsen geworden ist. Aber gegen einen belanglosen Plot kommen auch die besten Schauspieler nicht an.

4/10 Sendemasten

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