Fantasy Filmfest 2017: BLADE OF THE IMMORTAL (8/10)

There is a man somewhere in Edo who will not die.

Manji (gespielt vom in Japan wohl sehr berühmten Takuya Kimura)  war einmal ein Samurai und verdiente sich den Namen des “Hundred Killers” – doch jetzt ist er des Lebens und Kämpfens müde und kann nicht sterben. Durch einen Fluch leben Blutwürmer in seinem Körper, die ihn immer wieder zusammenheilen, ob er will oder nicht. Da bittet ihn das junge Mädchen Rin (Hana Sugisaki, ihr bei ihrer Rache zu helfen: Der Schwertkämpfer Anotsu  (Sōta Fukushi) will alle Kampfschulen Japans unter seiner Führung vereinen. Die Dojos, die sich weigerten mitzumachen, wurden inklusive ihrer Besitzer von Anorak und seinen Anhängern niedergemacht – auch das von Rins Eltern. Manji hat auf Rachefeldzüge eigentlich nur wenig Lust. Doch dann macht er sich mit Rin auf die Reise und schnetzelt sich auf der Suche nach Anotsu durch das antike Edo.

BLADE OF THE IMMORTAL basiert auf einem  Manga von Hiroaki Samura und ist von Regisseurlegende Takashi Miike verfilmt worden, beides Bereiche, mit denen ich eher zufällig in Berührung komme. 13 ASSASSINS hätte ich beim Fantasy Filmfest 2010 gern gesehen, aber leider funktionierten die Untertitel in unserem Kino nicht, ansonsten kenne ich nur seine Real-Life-Verfilmung von Videospiel ACE ATTORNEY. Dennoch ist es auch für eine Außenstehende, wie ich es bin, ein sehr unterhaltsamer Film. Trotz der stolzen Länge von 151 Minuten passiert eigentlich immer etwas und Manji kann man sich als eine Art japanischen Wolverine vorstellen, ein Mann, der kein Held sein will und es trotzdem wird. Die Dynamik zwischen ihm und Rin haben mich mehr als einmal an Arya und Sandor Clegane aus GAME OF THRONES erinnert.

Die Kämpfe sind trotz typisch völlig überzeichneten Waffen und Gegnern packend und auch die Geschichte leicht nachvollziehbar, wobei ich bei japanischen Filmen oft Schwierigkeiten habe. Es fließt eine Menge Blut und Körperteile fallen links und rechts,  dennoch hat man nicht das Gefühl, dass das nur passiert, weil der Film sonst nichts zu bieten hat. Kein tiefgreifendes Epos, das ich jetzt mehrfach sehen würde, aber auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man gepflegte Schwertkampfchoreos und wilde Mangafrisuren mag.

8/10 rollenden Köpfen

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s